Der Einsatz von Fülldraht muss auf fundierten Prinzipien basieren, um eine optimale Desoxidationseffizienz zu erreichen und die Stahlqualität zu verbessern. Um optimale Ergebnisse bei der Verwendung von Fülldraht zu erzielen, ist es notwendig, die richtige Methodik für seine Anwendung zu bestimmen.
1. Es wird empfohlen, die Vorschubgeschwindigkeit mit Bedacht anzupassen.
Die Futterrate hat einen erheblichen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Kalziumabsorption. Zu schnelles oder zu langsames Füttern verringert die Absorptionsrate. Sobald der Draht mit der Seele eine bestimmte Tiefe erreicht hat, beginnt er zu schmelzen. Es muss sichergestellt werden, dass die Tiefe ausreichend ist, um das Schmelzen und Verteilen von Kalziumblasen erheblich zu beeinflussen. Der vom Stahl ausgeübte hydrostatische Druck führt dazu, dass das Material vollständig verbraucht wird, bevor es die Höhe des Stahls erreicht. Eine angemessene Futtermenge fördert die Kalziumrückgewinnung. Bei zu hoher Geschwindigkeit kommt es im Stahl zur lokalen Bildung großer Mengen an Kalziumdampf. Die Flüssigkeit wird einer intensiven Vermischung unterzogen, die zur schnellen Verflüchtigung einer erheblichen Menge Kalziumdampf in die umgebende Atmosphäre führt. Umgekehrt löst sich Kalziumdampf nicht rechtzeitig auf und steigt daher in großen Mengen auf, was wiederum die Ausbeute verringert. Umgekehrt reicht bei unzureichender Geschwindigkeit die Einzugstiefe nicht aus, um eine vollständige Auflösung zu erreichen. Der Fülldraht steigt auf das Niveau der Stahlschmelze und wird verschwendet, bevor die Stahlschmelze erstarren kann.
2. Es ist sehr wichtig, die richtige Fadenposition auszuwählen.
Auch die Position des Fülldrahtes hat einen erheblichen Einfluss auf die Kalziumrückgewinnung. Die optimale Position des Flussmitteldraht-Einspeisepunkts - liegt in der Mitte des Abwärtsflusses der Stahlschmelze, so weit wie möglich vom hellen Argon-Strahlring entfernt. Durch diese Anordnung kann das Kalzium in einen gasförmigen oder flüssigen Zustand übergehen und so vollständig von der Stahlschmelze absorbiert werden. Durch die Abwärtsströmung sinkt der Druck, wodurch sich die Verweilzeit des Kalziums in der Stahlschmelze verlängert.

